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Sanft geschwungene Weinberge, zypressengesäumte Wege, Olivenhaine mit knorrigen Bäumen und tiefe Schluchten – wer die Toskana mag, wird die Emilia Romagna lieben. Zwischen der Po-Ebene im Norden und dem Gebirgszug des Apennin im Süden erstreckt sich die liebliche Landschaft, die unter Kennern als Geheimtipp gilt. Die Emilia Romagna ist die Heimat von Parmaschinken, Parmesankäse, Mortadella und Balsamico-Essig und lässt Genießer mit der Zunge schnalzen. Unverfälscht, ohne touristischen Rummel und manchmal ein wenig verschlafen präsentieren sich die ländlichen Regionen, während in den großen Städten das Leben pulsiert. Ferrari, Lamborghini, Maserati, Ducati – wie das „who is who“ des Rennsports lesen sich die klangvollen Namen bekannter Auto- und Motorradhersteller, die in der Emilia Romagna beheimatet sind. Erleben Sie italienische Lebensfreude und spontane Gastfreundschaft auf einer Rundreise mit dem Mietwagen durch malerische Landstriche und urbane Metropolen.

Beste Reisezeit: Mai bis Oktober

Bologna – Genießermetropole und Hauptstadt der Emilia Romagna

Die Türme Garisenda und Asinelli thronen über den Dächern Bolognas.

Die Türme Garisenda und Asinelli thronen über den Dächern Bolognas.

Die Italiener nennen Bologna wegen des exzellenten Essens nur La Grassa („die Fette“). Wenn Sie bei Ihrem Besuch in der Stadt einen Bummel durch die verwinkelten Gassen rund um die Piazza Maggiore unternehmen, verstehen Sie schnell den Grund: Auf den Auslagen der Feinkostgeschäfte türmen sich exquisite italienische Käse-, Wurst- und Fischspezialitäten und in versteckten Weinläden laden die Winzer zu Kostproben mit edlen Tropfen ein. Bologna ist mit den 38 Kilometer langen Arkadengängen, zahllosen Türmen und Palazzi mit ziegelroten Dächern die größte Stadt der Emilia Romagna. Die Türme Garisenda und Asinelli sind die Wahrzeichen der Metropole. Sie stammen aus dem 13. Jahrhundert, als Bologna zu den bedeutendsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren des europäischen Kontinents gehörte. In der Kirche Santa Maria della Vita haben Sie die Gelegenheit, mit der Skulpturengruppe Compianto sul Cristo Morto ein bedeutendes religiöses Kunstwerk zu bewundern. Die Terrakotta-Figuren entstanden zur Mitte des 15. Jahrhunderts und stellen Frauen und Männer mit schmerzverzerrten Gesichtern dar, die den toten Jesus Christus betrauern.

Rimini – Badeparadies an der Adria mit römischen Wurzeln

Die Tiberius-Brücke wurde vor 2.000 Jahren von den Römern erbaut und ist noch heute befahrbar.

Die Tiberius-Brücke wurde vor 2.000 Jahren von den Römern erbaut und ist noch heute befahrbar.

Rimini ist der älteste Badeort an der italienischen Adria und hat bis heute nichts von seinem mondänen Charme eingebüßt. Kilometerlang ziehen sich die Strände der Riviera von Rimini vor den Toren der Stadt am tiefblauen Meer entlang. Den Bagno Egisto 38 und den Bagno Stefano 50-51 erreichen Sie schnell mit dem Mietwagen. Dort nehmen Sie am flach abfallenden Sandstrand ein erfrischendes Bad in den Fluten. Die alten Stadtstrukturen von Rimini gehen noch auf die Römerzeit zurück. Wie eine breite Schneise durchschneidet der Corso d’Augusto das Schachbrettmuster der historischen Altstadt. Die Prachtallee endet an der Tiberius-Brücke, die vor 2.000 Jahren von den Römern erbaut wurde und über die noch heute der Verkehr rollt. Am rechten Straßenrand erhebt sich der Arco d’Augusto. Er ist der älteste erhaltene Triumphbogen des antiken Roms und wurde zur Herrschaft von Kaiser Octavian Augustus errichtet.

Ravenna – Römische Kaiserstadt mit UNESCO-Weltkulturerbe

Prächtige Mosaike zieren die Basilika San Vitale

Prächtige Mosaike zieren die Basilika San Vitale

Ravenna gehört zu den kulturhistorisch bedeutsamsten Städten in der Emilia Romagna. 70 Jahre lang residierten im 5. Jahrhundert die Weströmischen Kaiser in der Stadt. Ihnen folgen die Goten, bevor Ravenna zu einem Zentrum im Byzantinischen Reich wurde. Die Konzentration an frühchristlichen Baudenkmälern und Kirchen in der Stadt ist einzigartig. Acht Gebäude, die im 5. und 6. Jahrhundert errichtet wurden, gehören seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Darunter befindet sich das Mausoleo di Galla Placidia, dessen Innenbereich mit prächtigen Mosaiken verziert ist. Aus dem 6. Jahrhundert stammt die Basilika San Vitale, die zu den bedeutendsten Kirchenbauten aus frühbyzantinischer Zeit in Europa gehört. Die Piazza del Popolo mit dem prächtigen Venezianischen Palast aus dem 15. Jahrhundert liegt im Zentrum von Ravenna. Unternehmen Sie mit dem Mietwagen einen Ausflug zum Pineta di Lido di Classe. Der idyllische Pinienhain liegt unweit der Basilika Sant’Apollinare in Classe, die im 6. Jahrhundert erbaut wurde und ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Freizeitspaß der anderen Art erwartet Sie in dem riesigen Vergnügungspark Mirabilandia vor den Toren von Ravenna. Zahlreiche Fahrgeschäfte und actiongeladene Stuntshows sorgen dort für stimmungsvolle Unterhaltung.

Modena – Balsamico-Essig, Kulturdenkmäler und Ferrari-Mythos

Modena polarisiert und die Assoziationen, die die Stadt in der Emilia Romagna hervorruft, könnten unterschiedlicher kaum sein. Feinschmecker denken an Parmaschinken und Balsamico-Essig, Kulturliebhaber an die Piazza Grande mit dem Ghirlandina-Turm und für Motorsportfans ist Modena untrennbar mit dem Mythos Ferrari verbunden. Auf Ihrer Reise mit dem Mietwagen entdecken Sie die faszinierende Mischung aus kulinarischem Genuss, dröhnenden Motoren und UNESCO-Weltkulturerbe. Die Wahrzeichen der Stadt sind der romanische Dom San Germiniano und der Ghirlandina-Turm aus dem 12. Jahrhundert. In der Villa San Donnino können Sie der traditionellen Herstellung der weltbekannten Delikatesse Aceto Balsamico Tradizionale di Modena beiwohnen. Rennsport-Fans bekommen leuchtende Augen beim Besuch des Ferrari-Museums in Maranello, wo die Geschichte der roten Flitzer mit dem springenden Pferd auf der Motorhaube dokumentiert wird.

Parma – die Heimat von Parmaschinken und Parmesankäse

Die Piazza del Duomo mit dem achteckigen Battistero di Parma

Die Piazza del Duomo mit dem achteckigen Battistero di Parma

Weltbekannt sind die italienischen Spezialitäten Parmaschinken und Parmesankäse, die in der Stadt in der Emilio Romagna ihren Ursprung haben. In tiefen Kellern reift der Käse bis zu 24 Monate lang, bevor die riesigen Laibe mit einem Gewicht von bis zu 34 Kilogramm aufgeschnitten werden. Neben den kulinarischen Köstlichkeiten hat Parma reizvolle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Battistero di Parma ist eine achteckige Taufkirche am Domplatz, die mit ihren offenen Säulengängen und den Steinskulpturen aus dem 13. Jahrhundert zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Stadt gehört. An der Piazza Duomo erhebt sich die imposante Kathedrale, die im Jahr 1106 fertiggestellt wurde und vor den Toren von Parma liegt mit der Formel 1 Rennstrecke Imola ein Mekka des weltweiten Automobilrennsports.

Ferrara – Universitätsstadt mit mittelalterlichem Stadtkern

Ferrara ist eine der wenigen Städte Italiens, deren Gründung nicht in der römischen Antike, sondern erst im 8. Jahrhundert erfolgte. Der komplett erhaltene mittelalterliche Stadtkern mit dem eindrucksvollen Wall wurde von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Zu den ältesten Gebäuden im Zentrum gehört mit dem Palazzo Comunale das historische Rathaus aus dem 13. Jahrhundert. Auf dem gleichen Platz erhebt sich die Kathedrale San Giorgio Martire, die nur wenig später fertiggestellt wurde. In der sogenannten Loggia der Händler reihen sich kleine Geschäfte aneinander, die bereits im Mittelalter in ähnlicher Form existiert haben. Eine typische mittelalterliche Gasse in Ferrara ist die Via delle Volte, die von zahlreichen Bögen und Brücken überquert wird. Im Palazzo Costabili befindet sich das Archäologische Nationalmuseum mit einer umfangreichen Sammlung etruskischer Grabbeigaben und antiker Artefakte.

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